INTERSTELLA 5555 - The 5tory Of  The 5ecret 5tar 5ystem

                                                       Japan 2003 · 67 min · 35 mm · Farbe

 

 

   Es war einmal in ferner Zukunft, in einer Galaxie, weit, weit entfernt...

 

 

 

 

   Anime-Kino einmal ganz anders. In vielen bunten Bildern, mit einer ganz untypischen Story und, was das Faszinierendste daran ist, komplett ohne Texte und Dialoge. Aber zuerst einmal zur Story...

 

 

 

 

 

   Vier Musiker einer fremden Galaxis werden bei einem Live-Auftritt entführt und zur Erde gebracht. Dort angekommen.werden all ihre Erinnerungen gelöscht, durch Erd-kompatible ersetzt und sie werden in eine Art Trance versetzt. Ihr Entführer, ein skrupelloser Musikmanager, bringt sie zu einem Plattenproduzenten, der sie zur berühmtesten Band der Welt avancieren lässt.

   Doch andernorts ist man nicht untätig und schickt ein Ein-Mann-Rettungskommando, um die Musiker aus den "Fängen" ihres Entführers zu befreien. Angetrieben von schillernden Farben und fortwährend rasanten Szenen findet der Film nie wirklich eine Atempause und bleibt dramatisch bis zum Schluss. Und im Prinzip ist damit auch schon die Handlung des Films erklärt; dass die Rettung der Vier natürlich nicht so einfach von Statten geht, bedarf eigentlich keiner weiteren Erklärung...

 

 

 

 

 

   Die Welturaufführung von INTERSTELLA 5555 fand am 18.Mai 2003 in Cannes statt. In den französischen Kinos startete das House-Musical dann am 28. Mai 2003. In Deutschland wurde der Film erstmals auf der Animagic 2003 gezeigt. Anschließend war der Film auf der Popkomm 2003 in Köln zu sehen, bevor er dann offiziell in die deutschen Kinos kam.

 

 

 

 

 

   Die ersten vier Teile des Films wurden bereits vor längerer Zeit (Ich glaube 2001) im Fernsehen veröffenlicht. Damals noch als Musikvideos des französischen Popduos Daft Punk. Wer sich erinnert, die Titel waren 1."One More Time" (zumindest den müsste man eigentlich kennen), 2."Aerodynamic", 3."Digital Love" und 4."Harder, Better, Faster, Stronger". Damals hatten sich die beiden mit Leiji Matsumoto in der Absicht zusammengerauft, eine Geschichte nur durch Musik und Bilder zu erzählen. Hinzu kam der sehr große Erfolg von "One More Time", womit der Grundstein für die Präsentation auch schon gelegt war. Wer also schon immer mal wissen wollte, wie die Geschichte der vier blauhäutigen Musiker denn ausgeht, und auch schon zwei Jahre auf eine Antwort gewartet hat, der sollte sich schleunigst ins Kino verdrücken.

 

 

 

 

 

 

   In knallbunten Bildern eröffnet sich dem Zuschauer dort eine rasante Fahrt durch die europäische und japanische Popkultur, die sich in den markant poppigen Rhythmen Daft Punks und dem Design von Anime-Legende Leiji Matsumoto einen. Ganz ohne Sprache entfaltet sich INTERSTELLA 5555 zu einem intergalaktischen Abenteuer, in dem das Visuelle komplett mit der Musik verschmilzt. Es entseht eine wunderbare Art der Symbiose, in der sowohl die Musik als auch die Animation bis zur Vollendung zusammenwirken und aufblühen. So unterschiedlich die Wurzeln der Künstler auch sind, mit INTERSTELLA 5555 haben sie gemeinsam das erste abendfüllende Anime-Musical geschaffen. Meiner Meinung nach sollten sie es nicht dabei bewenden lassen.

 

 

 

 

 

Regie Kazuhisa Takenouchi

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Drehbuch

 

Thomas Bangalter
Cedric Hervet
Guy-Manuel de Homem-Christo
Produzenten Thomas Bangalter
Guy-Manuel de Homem-Christo
Kamera Fumio Hirokawa
Haruhiko Ishikawa
Animation Leiji Matsumoto
Katsumi Tamegai
Keiichi Ichikawa
Schnitt Shigeru Nishiyama
Olivier Gajan
Musik

 

Daft Punk
Romanthony
Todd Edwards
DJ Sneak

by Flip

ALSO GEHT INS KINO !!!!